Repowering
Die Herausforderung
Abbau von vier Windkraftanlagen
Der Windpark Groß Sierning – gleich an der A1-Ausfahrt Loosdorf – erzeugt seit über 20 Jahren mit neun Windkraftanlagen 16,2 Megawatt Strom und versorgt 8.000 Haushalte. Um die Versorgungssicherheit zu erhöhen hat man sich entschlossen, durch die Erneuerung der Anlagen noch mehr Leistung zu generieren. Prangl wurde mit den Abbau-Arbeiten der ersten vier Windräder betraut – bei teilweise sehr widrigen Wetterverhältnissen.
Unsere Lösung

Entscheidende Logistik
Der Plan des Auftraggebers lautete: Eine der neun ursprünglichen Windkraftanlagen bleibt bestehen, fünf werden durch neue, leistungsstärkere Windkraftwerke ersetzt und die restlichen Anlagen gänzlich abgebaut. Das bedeutet, dass mit künftig nur sechs Anlagen dann 26,5 Megawatt Ökostrom produziert und damit 22.000 Haushalte versorgt werden. Für Prangl war diese Aufgabe vor allem eine logistische Herausforderung. Denn der Abtransport der Anlagen-Elemente musste gut geplant werden, damit hier keine unnötigen Stehzeiten und somit Kosten entstehen.

700 Tonnen Teleskopkran
Das Konzept beinhaltete natürlich auch die auserwählten Geräte für dieses Projekt: Ein 700 Tonnen Teleskopkran war für die großen Demontagehöhen sowie für einen leistungsstarken Zwei-Haken-Betrieb die beste Lösung. Ein 130 Tonnen Teleskopkran sollte als Hilfskran gute Dienste leisten. Für den Abbau diverser Anlagenteile wurde ein Teleskopstapler mit einer maximalen Tragfähigkeit von sechs Tonnen für den Baustelleneinsatz vorgesehen. Eine 3-Achs-Zugmaschine ausgestattet mit einem 4-Achs-Tiefbettsattel standen für An- und Ablieferung von den einzelnen Elementen auf der Geräteliste.

Rotorstern mit 43 Tonnen
Gut vorbereitet ging das Prangl-Team an die Arbeit. Die komplette Demontage der vier Windkraftanlagen begann jeweils mit dem kompletten Rotor, der in einem Stück mit der Nabe heruntergehoben wurde. Dank einer zweiten Befestigung an der Nabe konnte der 43 Tonnen schwere Rotorstern problemlos in die Waagerechte gedreht und dann abgelegt werden. Danach folgten der Generator mit 51 Tonnen und die Maschinenkanzel mit 18 Tonnen – alle mit einer Hubhöhe von 85 Meter. Die Turmsektionen mit 2 x 44 Tonnen und 2 x 60 Tonnen wurden mit einer Hubhöhe pro Sektion um 21 Meter fallend abgebaut.

Wind und Wetter getrotzt
Dass die Witterungsbedingungen zu dieser Jahreszeit nicht immer für Arbeiten dieser Art passend sind, ist klar. Auch scheint auf den ersten Blick genügend Platz rund um die Windkraftanlagen zu sein. Doch der befestigte Untergrund, der für schwere Geräte notwendig ist, war beschränkt, was die Positionierung der Maschinen angeht. Doch die gelbe Mannschaft trotzte Platzmangel, Kälte und Schneegestöber – nur zu starker Wind konnte sie von der Arbeit abhalten. Die Fertigstellung des Windparks ist für Mai 2027 geplant.
Leistung
Branche
