Passagierschiff
Die Herausforderung
Von der Straße ins Wasser
Wie bekommt man ein neues Passagierschiff in den Hallstättersee? Genau! Man beauftragt den Transport- und Kranspezialisten Prangl. Durch jahrzehntelange Erfahrung mit heiklen Aufgabenstellungen war das Konzept für diesen konkreten Fall bald erstellt. Es beinhaltete nicht nur den Antransport, sondern natürlich auch den wichtigsten Schritt: den Hub.
Unsere Lösung

Idealer Einsatzort
Das neue Hallstätter Linienschiff “Stefanie III“ zählt zu den modernsten Fahrgastschiffen des Landes. Es wird dieselelektrisch angetrieben und hat eine Photovoltaikanlage im Dach integriert. Eine moderne Wärmepumpe sorgt dafür, dass die Passagiere im Winter nicht frieren müssen. Gebaut wurde das Schiff (25 Meter Länge, 5,5 Meter Breite 5,10 Meter Höhe) in der Schiffswerft Linz und wurde von dort in einer Nachtaktion mittels einer Prangl-Zugmaschine mit 2+4-Achs-Tiefbettsattel an den Hallstättersee transportiert. Dort haben die Projektverantwortlichen einen idealen Platz für den Einhub gefunden.

700 Tonnen Teleskopkran
Der Parkplatz 1 an der B 166 in Steeg bei Bad Goisern hat sich im Laufe der Vorbereitungen als ideal erwiesen. Schließlich war viel Platz für den 700 Tonnen Teleskopkran, der gerade für diese Aufgabe bestens geeignet war, notwendig. Weil der Hallstättersee in diesem Jahr durch den schneearmen Winter einen sehr niedrigen Pegelstand hat, war eine große Ausladung gefragt. Diesbezüglich kann der Großkran durch seine Stärke punkten. Der Kran wurde bereits einen Tag vor dem Hub am Parkplatz in Position gebracht und aufgerüstet.

46 Tonnen Hublast
Am Morgen des nächsten Tages wurde erst das Steuerhaus des Schiffes (Dieses musste demontiert und mit einem eigenen Transport angeliefert werden.) wieder auf das Schiff montiert. Dann kam der große Moment: Die Hebegurten wurden angebracht und das Schiff mit einem Gesamtgewicht von 44 Tonnen mit größter Vorsicht vom Tieflader gehoben. Langsam schwebte die “Stefanie III“ in die Höhe und wurde mit einer Hublast von 46 Tonnen und einer maximalen Hubhöhe von 25 Meter in Richtung See geschwenkt. Am Ende der “Flugreise“ setzte der Kran die kostbare Fracht bei einer Ausladung von 25 Meter zunächst rund 15 Zentimeter tief ins Wasser.

42 Meter Ausladung
Da der Auftrieb des Wassers für eine Reduzierung des Hubgewichts sorgte, war es möglich das Schiff mit etwa halber Last am Haken immer weiter ins tiefere Wasser zu kranen. Am Ende wurde es schließlich bei einer Ausladung von 42 Meter von den Hebegurten befreit und konnte sich sofort mit eigener Motorkraft auf den Weg machen.
Um das neue Schiff sicher und unbeschädigt ins tiefe Wasser zu bringen, musste das Team von Prangl mit höchster Präzision und viel Fingerspitzengefühl vorgehen. Weil alles perfekt geklappt hat, konnte “Stefanie III“ wie geplant am Pfingstwochenende den Betrieb als Linienschiff aufnehmen.
